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Ansprechpartner

Petra Mustermann

Herr
Giovanni Tortorella


g.tortorella[at]drk-kv-germersheim[dot]de

Hans-Graf-Sponeck-Str. 33
76726 Germersheim

Katastrophenschutz

" ... Zugunfall, Großbrand, Evakuierungen, Hochwasser, Massenfall erkrankter oder verletzter Personen,..." 

 

Was sind Schnelleinsatzgruppen?      
Unter einer Schnelleinsatzgruppe - abgekürzt SEG - versteht man eine Gruppe aus medizinisch und/oder technisch ausgebildeten Einsatzkräften. Diese Gruppen unterstützen den Rettungsdienst bei größeren Schadensfällen und bei einem Massenanfall von Verletzten.
Die Notwendigkeit zur Bildung von Schnelleinsatzgruppen ergab sich aus der Struktur des Rettungsdienstes.
Der Rettungsdienst ist primär auf Individualnotfälle ausgerichtet, bei größeren Schadensfällen ist bis in die frühen 90er Jahre oftmals eine Versorgungslücke aufgetreten, da Einheiten des Katastrophenschutzes für die Rettungsdienstunterstützung zu groß und zu träge waren. Ab ca. 1988 wurden in Deutschland daher oftmals aus den Katastrophenschutzverbänden kleine flexible Einheiten gebildet, welche in der Lage sind, den Rettungsdienst Tag und Nacht schnell und effektiv zu unterstützen.

Von einer Schnelleinsatzgruppe spricht man, wenn folgende Merkmale weitgehend erfüllt sind:

  • in Gruppenstärke taktisch organisiert,
  • mit eigens dafür bereitgestellten Fahrzeugen und entsprechendem Material
  • in der Lage, sowohl medizinische als auch technische und organisatorische Maßnahmen in größerem Maß durchzuführen,
  • schnell mit Funkmeldeempfängern oder ähnlichem alarmierbar (5 bis 20 Minuten),
  • der Rettungsleitstelle bekannt und im Alarm- und Einsatzplan (RAEP Gesundheit) fest berücksichtigt  
    und
  • zur Rettungsdienstunterstützung vorgesehen.

Im Landkreis Germesheimgliedert sich die Schnlleinatzgruppe wie folgt:

  • Modul Führung
    Leitung und Organisation der Gruppen. Unterstützt den Leitenden Notarzt (LNA) und den Organisatorischen Leiter (OrgL.)  technisch und personell bei der Einsatzleitung.
    Die Zugführung besteht aus 1 Zugführer, 1 Zugtruppführer und  2 Führungsassistemten.
  • Modul SEG Sanitätsdienst (SEG-S)
    Einheit des erweiterten Rettungsdienstes, in der Regel aus ehrenamtlichen Kräften gebildet. Zur Versorgung von schwerverletzten / verletzten Betroffenen.
    Die Einheit besteht aus 1 Gruppenführer, 3 Truppführern und 8 Helfern.
  • Modul SEG Betreuungsdienst (SEG-B)
    Betreuung und Versorgung von unverletzten bzw. leichtverletzten Betroffenen eines Unglücks und schnelle Bereitstellung von Unterkünften und Verpflegung.
    Die Einheit besteht aus 1 Gruppenführer, 2 Truppführern und 11 Helfern.
  • Modul SEG Verpflegungsdienst (SEG-V)
    Mit einem Modul SEG-V können 250 – 300 Personen mit drei Mahlzeiten pro Tag (davon eine warme Mahlzeit) verpflegt werden. Die Einheit besteht aus 1 Gruppenführer und 8 Helfern.

Damit eine ständige Einsatzbereitschaft je einer Gruppe SEG-F, SEG-S, SEG-B und SEG-V gewährleistet ist wird die SEG personell und Materiell doppelt besetzt vorgehalten.
Konkret sieht die personelle Verteilung der Einheiten wie folgt aus:

  • SEG-Zugführung (DRK und MHD)
  • SEG-S (DRK)
  • SEG-B (DRK und MHD)
  • SEG-V (MHD)

Die SEG-Einheiten müssen den kompletten Bereich des Landkreises Germersheim abdecken und benachbarte Landkreise und Städte unterstützen können.

Versorgungskapazität

Eine Einsatzeinheit (SEG-Zugführung, SEG-S,SEG-B und SEG-V) kann zeitgleich nachfolgende Versorgungskapazitäten sicherstellen:

15 erst zu versorgende Verletzte/Erkrankte durch die SEG-S. Dabei ist davon auszugehen, dass nach allgemein gültigen Zahlen

  • 40% (~6) der Patienten vital gefährdet
  • 20% (~3) schwerverletzt, jedoch ohne vitale Bedrohung und
  • 40% (~6) leichtverletzt, betroffen oder psychisch traumatisiert sind.

100 zu betreuende, unterzubringende und zu versorgende Betroffene durch die SEG-B. Diese Zahl orientiert sich an der festgelegten Ausstattung, welche es ermöglicht, die Betroffenen entsprechend zu betreuen.

Alle genannten Zahlen stellen Richtwerte dar.